„Geld anlegen ist nicht einfach“

Raiffeisenbank: Immobilien zur Kapitalanlage

Geisenhausen. Zahlreiche Interessenten für den Kauf eines Immobilienanteils als Kapitalanlage fanden sich am Donnerstagabend im Vortragsraum der Raiffeisenbank. Die Geschäftsführerin Monika Huber der Schleich&Haberl-Firmengruppe (S&H) warb für das Verkaufsmodell, das nicht für Eigennutzer geeignet ist.

Der Kerngedanke des Angebots von S&H liegt darin, dass man zwar eine Immobilie erwirbt und im Grundbuch damit eingetragen ist, doch nicht eine feste Wohnung sein eigen nennt, sondern einen Anteil am Gesamtobjekt. Damit, so Monika Huber, trete der Eigentümer gegenüber dem Mieter gar nicht in Erscheinung. Alle Leistungen würden durch ihre Firma erbracht: der Bau der Immobilie, die Vermietung, die Abrechnung mit dem Mieter, eventuell anfallende Reparaturen und gegebenenfalls sogar der Verkauf des Anteils. Dies sei eine bequeme Kapitalanlage, weil man sich um nichts zu kümmern brauche. Der Erlös aus dem Wohnanteil werde automatisch überwiesen und diene zur persönlichen Absicherung.

5300 Kunden hätten bei ihrer Firmengruppe mit Sitz in Pfarrkirchen bereits einen Immobilienanteil gekauft. Wichtig sei für S&H, dass das Mietobjekt am geplanten Ort auch wirklich benötigt werde, dass also der Bedarf und damit die Vermietung als gesichert gelten könnten. Dies werde durch eine exakte Analyse ermittelt. Ihre Firma sei ein gesundes Unternehmen mit 70 Mitarbeitern, so Huber. Unterscheiden müsse bei der Investition zwischen zwei Möglichkeiten: Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen und Häuser zur Vermietung. S&H habe bisher bereits 63 Gebäude mit betreutem Wohnen errichtet, bei denen man anteilsmäßig einen Wohnbereich erwerben könne. Das zweite Standbein seien Mietobjekte mit jeweils 60 Wohnungen, die in ganz Deutschland entstünden, vor allen Dingen „im Speckgürtel von Ballungsräumen“ mit Flughäfen in der Nähe. Dort sei die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum „riesig“. Die Firma achte darauf, keinen Billigbau in die Höhe zu ziehen, vielmehr müsse die Ausstattung für Vermietung geeignet sein: „Wir verwenden aber keine goldenen Wasserhähne“, meinte Huber.

Mit ihren Objekten könnte das private Kapital der Anteilseigner für gesellschaftlichen Nutzen Verwendung finden. Ein Steuersparmodell sei die Konzeption der Firma nicht, vielmehr könne man mit festen Einnahmen rechnen, die ehrlich versteuert werden abzüglich einer Verwaltungsgebühr und einer Rücklage für Instandhaltung. Zu Beginn des Vortragsabends hatte Direktor Josef Müller von der Raiffeisenbank den Kauf von Immobilien als attraktiv bezeichnet: „Geld anzulegen ist gar nicht so einfach“. Sein Geldinstitut arbeite mit der Firma Schleich&Haberl seit Jahren erfolgreich zusammen, erklärte er.
Peter Köppen (Vilsbiburger Zeitung, 06.06.2016)

Direktor Josef Müller und Vermögensberaterin Claudia Giglberger (links) dankten der Referentin Monika Huber von der Firmengruppe Schleich&Haberl. Foto: -Peter Köppen (Vilsbiburger Zeitung, 06.06.2016)